

Mukormykose ist eine seltene invasive Pilzinfektion mit extrem hoher Sterblichkeitsrate und wenigen Behandlungsmöglichkeiten. Die Krankheit wird durch Mucorales verursacht, eine große Gruppe von Arten innerhalb der Ordnung der Zygomyceten.
Mucorales sind in der Umwelt weit verbreitet und befallen in der Regel schwer immungeschwächte Personen. Zu den Risikogruppen zählen Patienten mit Organtransplantationen, hämatologischen Malignomen, Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz. Mucorales können auch Menschen mit normaler Immunität infizieren, bei denen eine subkutane traumatische Inokulation erfolgt ist.
Invasive Mucormykose kann zu rhino-orbital-zerebralen, pulmonalen, gastrointestinalen, kutanen, disseminierten und weiteren Infektionsformen führen. Das Kennzeichen der Erkrankung ist eine Gewebenekrose infolge von Angioinvasion und anschließender Thrombose; schwarze nekrotische Escharen sind in den betroffenen Geweben häufig. In vielen Fällen schreitet die Erkrankung rasch voran und kann zum Tod führen, sofern die zugrunde liegenden Risikofaktoren nicht korrigiert und eine geeignete antimykotische Therapie sowie eine chirurgische Exzision eingeleitet werden. Die häufigsten Erreger der Mucormykose beim Menschen sind Rhizopus oryzae, Mucor racemosus, Rhizomucor pusillis, Lichtheimia corymbifera und Cunninghamella bertholletiae. Rhizopus oryzae ist der am häufigsten identifizierte Erreger der Mucormykose und für bis zu 70 % aller Fälle verantwortlich.
Die Inzidenz der Mucormykose ist unbekannt und wahrscheinlich unterschätzt, da die Diagnose schwierig ist und die meisten Fälle, in denen eine Diagnose histologisch oder mikrobiologisch bestätigt wurde, nicht vollständig erfasst werden.
Mercier et al. J.Fungi 2019, 5, 113
Rocchi et al. Med. Mycol. 2021, 59, 126–138
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